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Das Filmmuseum München präsentiert in seiner "Edition Filmmuseum" die rekonstruierte Fassung von DIE FREUDLOSE GASSE zusammen mit der Filmdokumentation über G.W.Pabst: DER ANDERE BLICK. Hierbei handelt es sich um eine für diese DVD-Edition von den Regisseuren Hannah Heer und Werner Schmiedel auf 111 min. gekürzte Version, die mit einem neuen Soundtrack versehen wurde.

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“I was strongly impressed
with the high standard of work done
by Ms. Heer and Mr. Schmiedel.
— Fred Zinnemann ("High Noon")

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"This breakthrough filmessay explores the strange case of G.W.Pabst, the Austrian Film Director who was considered a giant of early cinema before his reputation went behind a cloud. The film takes us through his work with Garbo and Louise Brooks, and his making of such classics as "Pandora's Box", "The Joyless Street", and "The Threepenny Opera". But this is no ordinary film tribute. For "The Other Eye", Hannah Heer and Werner Schmiedel, have evolved a rich visual language new to the documentary field, using a elaborate color structure that reflects not only various moods but different periods of time. The film's jazzy style and sophisticated narration probes unflinchingly the controversy surrounding Pabst: What possessed this liberal, cosmopolitan filmmaker to return to Austria in 1939 and direct movies for the Third Reich?"
- THE NEW YORK FILM FESTIVAL
   Film Society of Lincoln Center, 1991

 

"Als Essayfilm konzipiert, geht DER ANDERE BLICK in seiner visuellen Eindringlichkeit weit über sein Genre hinaus.
Um die Person des österreichischen Filmregisseurs G.W.Pabst weben die Autoren ein dichtes Netz unterschiedlicher Beobachtungen, um an Hand differenzierter Befunde die Entwicklung jener - wie es zunächst scheint - untadeligen Filmikone zu untersuchen. Vor dem Hintergrund einer langen, sorgfältigen Recherche entstand eine Dokumentation, die Nachdenklichkeit hervorruft, ohne sich voyeuristischer Reportagemethoden zu bedienen.
An der subtilen filmischen Operationsweise intensiver Beobachtungen brechen sich individuelle Schicksale und werden die Facetten des Filmpioniers G.W.Pabst wie in einem Drama mikroskopisch freigelegt. Und doch bleibt am Ende alles offen.
Die materielle Welt der Portraits, ihre stoffliche Realität, transformiert Hannah Heer als Cinematographin in schwebende Farbmuster, erzeugt immaterielle Lichtsituationen, einen Dialog von Film und Malerei. Ihre ästhetische Terminologie kommentiert und kontrapunktiert die inhaltlichen Aussagen.
Die absolute Präsenz der Farbe erzeugt einen eigenen, zweiten Rhythmus im Film. Geometrische Farbmuster verschieben sich gegeneinander, bilden eine eigene Syntax, ein autonomes, malerisches Gefüge, das dabei nie den konkreten Bezug zur "Geschichte" verliert.
So bietet der Film unterschiedliche Sehweisen, verschiedene Methoden der Wahrnehmung an und verlangt von seinem Betrachter unterschiedliche Formen der Aufmerksamkeit.
Die 130 Minuten Spannung basieren nicht zuletzt auf dem komplizierten visuellen und intellektuellen Apparat, mit dem Hannah Heer und Werner Schmiedel in diesem Film in komplexer Weise operieren. Das präzise historische Inventar und die formalen Aspekte der filmischen Umsetzung lassen das Resultat als faszinierendes Beispiel interdisziplinärer Kunst erscheinen, das Malerei, Photographie, Film und politische Botschaft in einer eindrucksvollen Synthese neu definiert."
- Brigitte Huck, Kunsthistorikerin, Kuratorin
  
Österreichisches Museum für Angewandte Kunst,
   Wien, 1992

   

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