Mitwirkende

RUDOLPH S. JOSEPH, in den 20-iger Jahren stellvertretender Direktor des Renaissance Theaters in Berlin. Mußte 1933 über Frankreich nach Amerika emigrieren, wurde 1963 Leiter des neugegründeten Filmmuseums in München und lebte bis zu seinem Lebensende in Santa Barbara, Kalifornien.

ANNE FRIEDBERG, Professor für Filmtheorie an der University of California in Irvine. Dissertation über die Filmzeitschrift "Close Up". Friedberg hat sich mit dem seltenen Moment der Begegnung von Psychoanalyse und Kino - von Freud und Pabst - in dem Film "Geheimnisse einer Seele" (1926) beschäftigt.

HAROLD NEBENZAL, geboren in Berlin. 1933 Emigration über Frankreich nach Amerika, Filmproduzent ("Cabaret"), lebt heute in Beverly Hills. Sohn von Seymour Nebenzahl, der zwischen 1928 und 1932 in Berlin insgesamt sechs Pabst-Filme produzierte, darunter Klassiker wie "Die Büchse der Pandora", "Kameradschaft", "Die Dreigroschenoper".

FRANCIS LEDERER, geboren 1899 in Prag. Sein Weg als Schauspieler führt ihn von Prag über Brünn, Breslau, Berlin London zum Broadway in New York. Spielte neben Fritz Kortner und Louise Brooks 1928 in "Die Büchse der Pandora".

HEIDE SCHLüPMANN, Filmtheoretikerin an der Goethe Universität in Frankfurt a/M. Mitherausgeberin der Zeitschrift "Frauen und Film".

FREDDY BUACHE, von 1949-1996 Director der Cinémathèque Suisse in Lausanne. Für ihn stehen noch heute Pabsts Filme an erster Stelle des Weimarer Kinos. Louise Brooks ("Die Büchse der Pandora", "Tagebuch einer Verlorenen") stellt für Freddy Buache "die Verkörperung des Films" schlechthin dar, und er erwählte sie zur Ikone der Schweizer Cinémathèque.

JEAN (HANS) OSER, in Straßburg als Sohn einer Wiener Familie geboren. Mußte über Frankreich und England in die USA (1939) emigrieren. Professor für Filmtheorie an der Universität Saskatchewan, Kanada. Tonschnittmeister für Pabst von 1930 -1938, u.a. für "Die Dreigroschenoper" und "Kameradschaft".

JAN-CHRISTOPER HORAK, 1990 Curator of Film am International Center of Photography, George Eastman House in Rochester, New York. Spricht über G.W.Pabsts Zeit in Amerika und den Film "A Modern Hero", der 1934 in Hollywood entsteht.

HENRI ALEKAN, Kameramann (Director of Photography) u.a. für "La Belle et La Bete". Von 1936-38 war Alekan Assistent des legendären Kameramannes Eugen Schüfftan.

MICHELINE PRESLE, Schauspielerin, lebt in Paris. Erhielt als Fünfzehnjährige ihre erste Hauptrolle in dem G.W.Pabst-Film "Jeunes Filles en Détresse" (1938/39).

MICHAEL PABST, 1941 in Berlin geboren. Galerist in München und Wien. Zweiter Sohn von Gertrude und Georg Wilhelm Pabst.

HILDE KRAHL, Schauspielerin in Hamburg und Wien. Spielte 1941 neben Käthe Dorsch und Henny Porten in Pabsts "Kommödianten" die Philine.

CARL SZOKOLL, Wien. Produzent u.a. von "Die letzte Brücke". Produziert 1955 G.W.Pabsts "Der letzte Akt".

AGLAJA SCHMID, Burgschauspielerin, Wien. Spielte 1947 ihre erste Filmrolle in Pabsts "Der Prozeß".

HERBERT G. LUFT, Journalist und Producer in Los Angeles. Führte eines der letzten Interviews mit G.W.Pabst in Wien bei seiner Rückkehr von Israel, wo er als Korrespondent über den Eichmann Prozeß berichtete.

RONNY LOEWY, Kurator und Autor. Er ist Mitarbeiter am Deutschen Filmmuseum und des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt a/M.